Leinert Lorenz Architekten Dresden

Gutachterverfahren Dresden Mickten

Architektur Rendering Dresden Mickten
Architektur Rendering Dresden Mickten
Architektur Rendering Dresden Mickten
Architektur Rendering Dresden Mickten
Architektur Rendering Dresden Mickten
Architektur Präsentationsplan
Architektur Präsentationsplan
Architektur Präsentationsplan
Architektur Präsentationsplan

▲▼

Der aktuelle Masterplan „Mickten reloaded“  formuliert den stadtplanerischen Gedanken einer Stadtgrünvernetzung, welche den landschaftlichen Charakter des angrenzenden Landschaftsraum Elbe fortführt und mit den neu entstehenden Quartieren verknüpft. Die weiterentwickelte städtebauliche Idee interpretiert die vorhandene Rahmenplanung einer Blockrandbesetzung mit eingefügter Hofbebauung auf unkonventionelle Art und Weise neu und führt sie in einer offenen Struktur fort. Ausgangspunkt der Konzeptüberlegung ist es, die vorhandenen Qualitäten aus bestehendem Grün und sozialem Raum aufzugreifen, zu stärken und für die Bewohner des Bestandes, sowie die künftigen Einwohner bestmöglich nutzbar zu machen. Leitidee ist es die räumliche Vereinigung des nördlichen Quartiers aus einer bestehenden U-förmigen Wohnbebauung der achtziger Jahre mit dem südlich anschließenden Baufeld anzustreben. Die sich selbstverständlich ergänzende Raum-/ und Kantenbildung, eine gemeinsame Partizipation an der vorhandenen Vegetation im Bereich der bestehenden Kita, daraus erwachsende positive mikroklimatische Effekte durch eine optimierte Quartiersbelüftung, sowie die Begünstigung der sozialen Durchmischung mittels fließender Übergänge an den inneren Quartierkanten werden zu Entwicklungszielen. Folgerichtig wird die nördliche Blockkante nicht durch Gebäudeteile geschlossen. Alternativ richtet sich die bauliche Struktur im Inneren parallel zu den Blockrändern aus und erfährt  eine für die Belichtung günstige Nord-/ Südausrichtung. Die südliche Quartiereinfassung reagiert in Form einer langgestreckten Zeilenbebauung aus mehreren Baukörpen auf das übergeordnete Motiv der „Grünfuge“. Die Gebäudezwischenräume,  wie auch der mittig durchbrochene Sockel bieten großzügige Möglichkeiten, das städtebauliche Leitmotiv der Vernetzung als engmaschige Gebietsdurchwegung  fortführend zu ermöglichen. Der Orientierung im Gebiet Rechnung tragend wird eine Höhenmarke in Form eines höheren Hauses am Umlenkpunkt der Grünfuge gesetzt. Den Ansatz eines lebendigen Stadtviertels vertiefend werden differenzierte Gebäudehöhen vorgeschlagen, um auch baulich urbane Vielfalt zu realisieren. Bewusst wurde auf diese Weise die Höhenvorgabe der Rahmenplanung weitergedacht. Die nutzungsbezogen angewandten Baukörpertypologien stehen für eine klare Haltung zu architektonischen Prinzipien und sprechen eine moderne Architektursprache. Die darin entwickelten Grundrisse zeichnen sich durch einen hohen Grad an Zielgruppenflexibilität und dem gewünschten Mix an Raumerfordernissen und Wohnungstypologien aus. Der konzeptorientierte Mix ermöglicht ein zukunftsweisendes Wohnraumangebot für die verschiedensten Lebensmodelle und trägt dadurch nachhaltig zu einem gesunden, natürlichen und generationsübergreifenden Lebensraum für die künftigen Bewohner im Quartier bei. Ergänzt wird das neue Viertel durch kommunikative Zentren. Ein Nachbarschaftstreff bietet eine Plattform zur Zusammenkunft und Austausch in Café-Atmosphäre und bietet Raum für gemeinsame Aktivitäten der Bewohner. Ein Angebot für Bewohner, die ihr zusammenleben nicht durch anonymes Wohnen definieren möchten. Ein Angebot, das verbindet und das Modell „real socializing“ verfolgt, wie es bereits in gut funktionierenden Quartieren durch Stadtteilhäuser / -räume vorgelebt wird. Die vorgeschlagenen Gemeinschaftsdachterrassen bieten gleichfalls die Möglichkeit zum Treff oder Raum für schöne Ausblicke, Gartenarbeit und Rückzugsmöglichkeiten im Freien. Eine urbane Ergänzung erfährt das Wohnensemble durch mehrere kleinere Gewerbeeinheiten, die zur Nahversorgung Raum für Einkaufsmöglichkeiten bieten. Das Konzept einer nachhaltigen, qualitätsvollen Architektur sollte sich stets auch in der Wahl der Materialität fortsetzen. Starke, Atmosphäre stiftende Materialien tragen zur Entstehung eines wertvollen urbanen Ortes mit individuellem Charakter und Wiedererkennungswert bei.

Projekt: Gutachterverfahren Dresden Mickten
Standort: Dresden - Mickten
Typus: Geschosswohnungsbau
Bauherr: Bonava Deutschland GmbH
LPH: Gutachterverfahren
Jahr: 2018