Leinert Lorenz Architekten Dresden

Wohnhaus Naundorf

Architekturzeichnung Wohnhaus Naundorf
Architekturzeichnung Wohnhaus Naundorf
Architekturzeichnung Wohnhaus Naundorf
Architekturzeichnung Wohnhaus Naundorf
Bauernhaus in Naundorf
Bauernhaus in Naundorf
Bauernhaus in Naundorf
Bauernhaus in Naundorf
Bauernhaus in Naundorf
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Bauernhaus in Naundorf Baustelle
Grundriss Bauernhaus in Naundorf
Grundriss Bauernhaus in Naundorf
Grundriss Bauernhaus in Naundorf
Grundriss Bauernhaus in Naundorf
Grundriss Bauernhaus in Naundorf
Bauernhaus in Naundorf innen
Bauernhaus in Naundorf innen
Bauernhaus in Naundorf innen Esstisch
Bauernhaus in Naundorf innen Fenster
Bauernhaus in Naundorf innen Flur
Bauernhaus in Naundorf innen
Bauernhaus in Naundorf innen
Bauernhaus in Naundorf innen Küche
Bauernhaus in Naundorf Tor
Bauernhaus Wohnhaus in Naundorf

▲▼

Am Rande der Sächsischen Schweiz, unweit der Festung Königstein ist die Gemeinde Struppen zu verorten. Der Ortsteil Naundorf liegt direkt am Elbhang und blickt über das Flusstal. Hier wurde um 1840 das charmante Bauernhaus errichtet. Der Ort bietet mit der natürlichen Prägung und hügeligen Topografie Anwohnern, wie Besuchern einen hohen Naherholungswert. Über die Zeit mit unterschiedlichen Nutzungen wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert. Mit dem Wunsch nach Wohnraum musste einst die ehemalige Stallung weichen. Die frühere Nutzung als Bauernhaus war zu Beginn der Entwurfsphase im Gebäudeinneren nicht mehr ablesbar. Ziel war es, strukturell bereinigend einzugreifen, die ursprünglichen historischen Bauelemente wieder hervorzubringen und eine zeitgemäße, großzügige Wohnstruktur zu schaffen. Heutige Zutaten sollten sich konzeptionell klar von der Bestandsstruktur ablesen lassen. Im massiven Gebäudesockel der früheren Stallung wurden bauzeitlich ergänzte Wände zurückgebaut und Strukturen für großzügige Wohnräume, sowie eine Gästewohnung angelegt. Die historischen Säulen und Bögen erhielten Raum zur Wirkung und tragen nachhaltig zum heutigen, positiven Wohnerlebnis bei. Notwendige statische Ertüchtigungen zeichnen sich deutlich vom Bestand ab. Auf die Nachahmung historischer Elemente wurde bewusst verzichtet. Die marode innere und äußere Fachwerkkonstruktion des Obergeschosses musste vollständig ausgetauscht werden. Die sich daraus ergebene Möglichkeit für räumliche Veränderungen wurde angenommen und an heutige Bedürfnisse angepasst. Die Bestandsfassade kennzeichnet sich durch kleine Öffnungen für Fenster und Türen. Der Wunsch nach zusätzlichem, natürlichen Licht und Großzügigkeit im Inneren konnte über eine Deckenöffnung oberhalb der Küche realisiert werden. Der Luftraum erstreckt sich über die komplette Raumdimension. Parallel wurde im Bereich der angrenzenden Fassade eine raumhohe verglaste Wandöffnung mit großzügigen Öffnungsflügeln in den Bestand geschnitten, welche im oberen Teil mit einer Lamellenstruktur versehen ist. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Raumerlebnis, durchströmt von Raum für freies Denken, lichtdurchflutet und umrahmt durch sinnliche Licht-Schattenspiele umschmeichelt der Anblick seinen Bewohner. Kraftvoll, klar ablesbar und bewusst wurden die architektonischen Eingriffe gesetzt. Der im Gebäude angrenzende Raum im Obergeschoss profitiert gleichfalls von diesem Eingriff. Die flurbegrenzende Wand hin zum Lichtraum wurde aus einem transluzenten Material gefertigt. Das ins Innere getragene Licht erhellt den dahinterliegenden Flur auf natürliche Weise. Umgekehrt bereichert die Situation den Luftraum in den dunklen Abendstunden. Das Kunstlicht schimmert sanft durch die Wand und setzt einen fühlbaren Akzent im Luftraum. Im Obergeschoss bestand der Wunsch nach einem Austritt, der den Blick über das Flusstal der Elbe ermöglicht. Die Holzfassade wurde an der betreffenden Giebelseite weitergeführt und zu einem quadratischen Rahmen geformt. Die Formsprache lässt mühelos die heutige Zutat als solches erkennen, sollte sich jedoch einer subtilen Wirkung unterordnen, so dass sich auch hier bewusst für dasselbe Material entschieden wurde. Das erschaffene Resultat präsentiert dem Betrachter und Bewohner ein historisches Gebäude, ergänzt mit gut ablesbaren zeitgemäßen architektonischen Elementen. Die alte und die neue Atmosphäre ist jeweils erkennbar, spürbar und bildet eine sinnliche Einheit.

Projekt: Wohnhaus Naundorf
Standort: Naundorf
Typus: Wohnen | EFH
Bauherr: privat
Kosten: 400.000 EUR
BGF: 800 m²
LPH: 1 - 8
Jahr: 2014